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Thema 2. Sportmedizinisches Symposium - Golfsport - Typische Krankheitsbilder und deren Auswirkungen -

Sportmedizinische Einschätzung des Golfsports

Diese Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um Ihnen die sportärztlichen Aspekte des Golfsports näher zu bringen und gleichzeitig Anleitungen zur Verbesserung Ihres Trainings und zur Vermeidung von Verletzungen zu geben.
Auf der Ebene des Leistungssports ist wie in vielen anderen Sportarten auch bei Spitzengolfern die medizinische Betreuung in Kooperation mit Trainern und Betreuern heutzutage eine Selbstverständlichkeit.
Der Amateursportler sieht hingegen im Unterschied zum Professional einen Arzt normalerweise erst dann, wenn sich die Überlastungsschmerzen trotz gutgemeinter Ratschläge aus dem „Freundeskreis“ auch nach mehreren Monaten Selbsttherapie nicht bessern wollen.

Diese Diskrepanz zwischen Spitzen- und Amateursport, was die sportärztliche Betreuung anbelangt, führt nicht zuletzt zu langwierigen schmerzvollen Verletzungen bei Freizeitsportlern, mitunter auch zu schädlichen Langzeitfolgen, die sogar die Ausübung des geliebten Sports auf Dauer unmöglich machen können.
Zunächst einige Daten, die für eine grundlegende sportmedizinische Einschätzung des Golfsports von Bedeutung sind:
Der Golfsport steht heute an der Schwelle zum Breitensport. Die Zahl der Golfspieler hat sich im letzten Jahrzehnt vervielfacht; es ist daher absehbar, dass der Golfsport noch weiter expandieren und daher auch von der sportmedizinischen Betreuungsseite her an Relevanz gewinnen wird.

Die Berücksichtigung sportmedizinischer Aspekte ist um so wichtiger, als Golf als „Lifetime“-Sport bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann und soll. Dies wird dadurch unterstrichen, dass sich mehr als die Hälfte aller Amateur-Golfer bereits jenseits des 50. Lebensjahres befindet. Viele Golfer steigen auch erst im mittleren und höheren Alter von anderen Sportarten auf Golf um. Daraus ergeben sich natürlich spezifische Fragen im Hinblick auf frühere Erkrankungen und deren „Verträglichkeit“ mit dem Golfsport, die vorab geklärt werden müssen.

Daneben beginnt sich ein deutlicher Trend abzuzeichnen, immer jünger mit dem Golfsport zu beginnen. Der Anteil der Altersgruppe unter 14 Jahren ist, gemessen an der Gesamtzahl der Jugendlichen, mit 53% ungewöhnlich hoch. In diesem Alter lernen die Kinder Golf gewissermaßen „spielend“. Gerade in dieser Altersgruppe ist aber eine begleitende sportmedizinische Betreuung von außerordentlicher Wichtigkeit, um späteren Schäden am Stütz- und Haltungsapparat vorzubeugen.

verfasst von: Dr. Dirk Leutloff

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